Actionfilme mit spektakulären Stunts

Wenn man einen Actionfilm dreht, gehören Stunts einfach dazu. Denn was wäre James Bond ohne seine waghalsigen Sprünge, Autofahrten und Tauchmanöver? Gerade diese Momente gelten als besonders spannend und ermöglichen es dem Zuschauer, ganz ohne sich tatsächlich in Gefahr zu begeben, über Identifikation spannende Szenarien mitzuerleben. Wer sich aber dabei tatsächlich in Gefahr begibt, sind die Stuntmen und -women, die diese Szenen tatsächlich drehen. Denn die Star-Schauspieler drehen nur in den seltensten Fällen ihre Stunts selbst und überlassen diese heiklen Szenen meist den Profis.
Wenn ein nicht-ausgebildeter Schauspieler seine Stunts selbst dreht, muss er zuvor gut eingewiesen werden und es muss für maximale Sicherheit am Set gesorgt sein. Denn: wer einen Film dreht, muss die Verantwortung für die ganze Crew übernehmen. Auch wenn ein ausgebildeter Stuntman die Stunts dreht, muss für ausreichend Sicherheitsmaßnahmen gesorgt werden, informierte mich neulich ein Bekannter, der bei der Firma Armatix tätig ist. Denn natürlich kann auch den Stunt-Profis etwas passieren, wenn das Auto in einem ungünstigen Winkel auf dem Boden auf kommt, man sich nicht schnell genug aus dem brennenden bzw. untergehenden Fahrzeug befreien kann etc.

Sicherheitslücken können fatal sein

Das hat spätestens der tragische Unfall bei „Wetten, dass…?“ ganz Deutschland vor Augen geführt. Denn normalerweise ist sich der Zuschauer nicht bewusst, wie viel bei solch waghalsigen Aktionen schief gehen kann. Ob bei der Sendung von Thomas Gottschalk tatsächlich Sicherheitslücken vorhanden waren, wird kontrovers diskutiert. Dennoch hat der Unfall uns allen vor Augen geführt, wie gefährlich das Metier eines Stuntman ist.
Daher rät mein Bekannter von Armatix den meisten Regisseuren, die Stunts den Profis zu überlassen oder die Schauspieler zuvor einen längeren Lehrgang oder Workshop absolvieren zu lassen. So kann man ruhigen Gewissens den Film drehen und überlässt dem Zufall nur noch einen ganz kleinen Prozentsatz. Außerdem kann man inzwischen so viel mit dem Computer nachbearbeiten, dass man den Schauspieler oder Stuntman gar nicht mehr so viele gefährliche Situationen zumuten muss.